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7 Tage pro Woche
La Réunion ist eine Insel für Feinschmecker. Nehmen Sie etwas französische Kultur, eine Prise madagassischer Traditionen, eine Kleinigkeit an chinesischem Know-how, eine Messerspitze an indischem Geschmack und Sie erlangen ein einmaliges Menu auf der Welt.

Die reunionesische Küche mit tausend exotischen Genüssen ist an Farbenpracht und Geschmacksrichtungen kaum zu übertreffen. Die ganze Vielfalt der Völkermischung spiegelt sich darin wieder: Pimpin-Terrine (Frucht des Vacoa-Baums) mit Kurkuma, Ente mit Vanille, Rindfleischragout mit Palmenherzen. Allein die Namen der Gerichte mit exotischem Klang regen zum Träumen an.
Ein Samoussa, ein goldenes knuspriges Dreieck bereichert Ihren Gaumen mit dem Geschmack verschiedenster Füllungen. Die aus Indien stammenden Samoussas sind die ideale Begleitung für einen kreolischen Punsch.
Bouchons, von einem Reismehlteig umhüllte Fleischfüllungen, finden ihren Ursprung in der chinesischen Küche. Ein weiterer kreolischer Appetitanreger sind die sogenannten Bonbons piments, die aus Bohnen gemacht werden. Sie finden sie überall auf den Märkten in den "Camion-bars"…
Der Palmistensalat wird aus einer kleinen Palmensorte zubereitet, die lange wild wuchs und aufgrund der starken Nachfrage fast ausgestorben wäre.
Chouchou oder Chayote, ein Kürbisgewächs der Tropen und Subtropen wächst auf den Spalieren des Talkessels Salazie. Außerdem geräucherter Fisch: die Fische werden von Hochseefischern an den Küsten der Insel La Réunion gefangen (Schwertfisch, Blauer Marlin, Thunfisch, Meerbrasse…).
Der Piment, ob in der Blutwurst oder in den dazuservierten Gemüseachards bringt den Besucher genauso zum Schwitzen wie der lokale Rum oder die tropische Sonne.
Achard bezeichnet alle Arten von Gemüse, in Lamellen geschnitten und mit einer Pimentmarinade angemacht.
Der stärkste reunionesische Piment ist der «vogel-piment, piment zoiseau». Er wird in einer kleinen Schale als Rougail zu dem traditionellen Gericht von La Réunion, dem Cari, gereicht.
Am bekanntesten sind Tomatenrougail, Auberginenrougail, grüne Mangorougail, Zitronenrougail aber auch Erdnussrougail. Früchte oder Gemüse werden klein geschnitten oder mit dem Stampfer zermalen, dazu kommt grüner Piment, Salz, Zwiebel und etwas Öl.
Neben dem Reis wird als Beilage Bohnengemüse gereicht: rote Bohnen, Erbsen oder noch besser Linsen aus Cilaos, die aufgrund des fruchtbaren Vulkanbodens eine exzellente Qualität aufweisen.

Das traditionelle 'Cari' kommt von der indischen Bezeichnung Curry. Dieses Gericht gibt es in unzähligen Variationen, die jedes Mal einer kulinarischen Reise gleichkommen. Zum Cari gehören Reis, Hülsenfrüchte ('grains'), also Linsen oder weiße Bohnen, Fleisch oder Fisch mit Sauce, und das Ganze wird mit Kennerhand gewürzt. Die Grundzutaten sind die gleichen, egal welches Fleisch, welcher Fisch oder welches Gemüse verwendet wird: Zwiebel, Knoblauch, Thymian, Tomaten, Salz, Pfeffer und natürlich Kurkuma, der lokale Safran und manchmal auch Ingwer.
Das auf kleiner Flamme geschmorte Cari wird mit verschiedenen Gemüsesorten zubereitet: Chouchou, Kartoffeln, Palmenherzen oder Ti’Jacques (die Frucht des aus Indien stammenden Jacquier-Baumes, die grün als Gemüse und reif als Frucht gegessen wird). Ein Cari Ti’Jacques ähnelt dem deutschen Sauerkraut.
Das Wort Rougail bezeichnet entweder eine gewürzte Gemüsezugabe oder eine Variante des Cari: Rougail Saucisses, ein Wurtscari das mit frischen oder geräucherten Würsten zubereitet wird oder Rougail Morue, ein Stockfischcari.
Seit mehr als einem Jahrhundert wird die Vanille, natürlicher Schatz der Insel La Réunion von den Köchen verwendet. Fischfilet oder Gänsebraten, mit einer Vanillesauce serviert - einfach köstlich!
Ein paar kreolische Rezepte von der Insel La Réunion um Ihren Aufenthalt zu verlängern
Bredes sind Blätter und Stängel von verschiedenen Pflanzen (Chouchou, Chinakohl, Kürbis oder Mouronge….), die als Frikassee mit Knoblauch, Ingwer, Zwiebeln und etwas Piment zubereitet werden.

Litschi steht für Freude: die kleine rote Frucht mit dem milchigen Fruchtfleisch wird zu Weihnachten reif. Die Litschisaison verlängert sich im Februar mit den Longans.
Die früh reiferen Mangos sind teilweise aus komplizierten Kreuzungen entstanden. Die Mangosorten "José" und "Auguste" werden aufgrund ihres feinen Geschmacks oft der länglich und rötlichen "early gold" Mango, vorgezogen. Diese können, in feine Lamellen geschnitten und mit Salz und Piment gewürzt, grün gegessen werden.
Die kleine, süße und saftige Viktoria Ananas wächst zu jeder Jahreszeit.
Die Guave ist eine kleine, rote und etwas säuerliche Frucht, die ab Mai zur Freude der Wanderer auf vielen Wegen gepflückt werden kann.
Zahlreiche weitere Früchte können roh oder verarbeitet gekostet werden: Bananen, Corossol, Maracuja, Pitaya, Tangor und sogar Pfirsiche, die im Talkessel Salazie wachsen.
Auf der Insel la Réunion werden verschiedene Käsesorten produziert und im Talkessel Cilaos sogar Rot- und Weißwein angebaut.
Der gâteau patate (Süsskartoffelkuchen) oder ti’son (Maiskuchen) wird entweder als Nachtisch oder zum Kaffeetrinken serviert.
Nach einem kleinen Kaffee, der auf alte Art vorbereitet wird, ist ein Gläschen mit Rhum arrangé, eine Mischung aus in Alkohol eingelegten Pflanzen und Früchten, unabdingbar.